20. April 2026

Die Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland steht angesichts steigender Verkehrsbelastungen zunehmend unter Druck. Insbesondere der Zustand vieler Brückenbauwerke führt zu einem hohen Bedarf an Instandsetzungen und Ersatzneubauten, die häufig mit erheblichen Einschränkungen für den Verkehr verbunden sind. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Reduzierung von Bau- und Sperrzeiten immer mehr an Bedeutung.

Ein vielversprechender Ansatz liegt im Einsatz modularer Brückenbausysteme mit einem hohen Vorfertigungsgrad. Durch die Verlagerung zentraler Bauprozesse in industrielle Fertigungsumgebungen können Bauzeiten verkürzt, die Ausführungsqualität verbessert und verkehrliche Beeinträchtigungen reduziert werden. Gleichzeitig bieten modulare Bauweisen Potenziale hinsichtlich Standardisierung, Effizienz und Wirtschaftlichkeit.

Ziel des Projekts war die Erarbeitung einer praxisorientierten Planungshilfe für den modularen Brückenbau in Deutschland. Diese soll alle relevanten Akteure – von Planenden über Auftraggeber bis hin zu ausführenden Unternehmen – bei der sicheren, effizienten und regelkonformen Umsetzung unterstützen. Neben technischen Aspekten werden auch Rahmenbedingungen für Planung, Ausschreibung und Bauausführung berücksichtigt. Die Planungshilfe steht hier zum Download bereit.

Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur stärkeren Etablierung modularer Bauweisen im Brückenbau und fördert eine zukunftsorientierte, wirtschaftliche und verkehrsfreundliche Weiterentwicklung der Infrastruktur.

Projektkonsortium und Danksagung

Im 2019 gegründeten Center Building and Infrastructure Engineering auf dem RWTH Aachen Campus hat sich ein Konsortium gefunden, welches sich von Beginn an mit dem Thema des modularen Brückenbaus beschäftigt. Die vorliegende Planungshilfe ist das Ergebnis einer gemeinschaftlichen Zusammenarbeit verschiedener Akteure der Hochschule, unterschiedlicher Unternehmen und der öffentlichen Hand.
Besonderer Dank gilt dabei der Autobahn GmbH des Bundes für die Förderung des Projekts „Erarbeitung einer Planungshilfe für den modularen Brückenbau“ sowie den folgenden Unternehmen (in alphabetischer Reihenfolge) für die inhaltliche und finanzielle Unterstützung:
AMAND Bau GmbH, Ratingen
Echterhoff Holding GmbH, Westerkappeln
FILIGRAN Trägersysteme GmbH & Co. KG, Leese
HEITKAMP Brückenbau GmbH, Herne
Hentschke Bau GmbH, Dresden
HOCHTIEF Infrastructure GmbH, Essen
HOCHTIEF PPP Solutions GmbH, Essen
H+P Ingenieure GmbH, Aachen
JOHANN BUNTE Bauunternehmung SE & Co. KG, Papenburg
Lupp Fertigteile GmbH, Nidda
MAX BÖGL Stiftung & Co. KG, Neumarkt in der Oberpfalz
nesseler bau gmbh, Aachen

Vielen Dank an alle Projektpartner für das entgegengebrachte Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit bei der Erstellung der vorliegenden Planungshilfe zur Umsetzung von modularen Brückenbausystemen in Deutschland.